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Psoas - Muskel der Seele

April 22, 2018

Es ist der einzige Muskel, der die Beine mit der Wirbelsäule verbindet. Er entspringt ungefähr am 12. Brustwirbel rechts und links und verläuft seitlich über die Flanke und Bauch bis ins Hüftgelenk. Er ist zustaendig fuer Balance und Ausrichtung des Skeletts und die Beweglichkeit der Gelenke, er hat Auswirkungen auf die Durchblutung, die Organfunktion und  die Zwerchfellatmung. Psoas und der Iliacus verbinden sich zu einer Muskelgruppe mit dem Namen Iliopsoas.

 

Durch unsere ständigen sitzenden Tätigkeiten, anatomisch dem Menschen so nicht vorbestimmt, engen wir den Muskel ein und sorgen nach und nach dafür, dass er geschwächt wird. Enge Kleidung und andauernder Stress sorgen für einen überreizten Psoas.

 

Entscheidend bei diesem Muskel ist, zu erlernen, ihn zu entspannen. Über die Wirbelsäule ist der Muskel direkt mit unserem „Reptilien-Gehirn“ verbunden, der Teil des Gehirns, der evolutionär als erstes angelegt war. Dieser löst  unter anderem den Flucht-Instinkt aus. Anstatt also nach einem anstrengendem Telefonat mit einem unzufriedenen Kunden oder nach lautstarken Kritiksituationen davon zu laufen und die Flucht ergreifen, bleiben wir sitzen. Doch was passiert dabei mit Deinem Seelenmuskel? Er spannt sich an, vorbereitendend auf die Flucht und dann ... passiert einfach nichts. Der Stress staut sich im Psoas und das bringt auf Dauer langwierige Rückenschmerzen, wiederkehrende Kopfschmerzen, Hüftfehlstellungen und vieles mehr.

 

Egal, ob Du ein schweres akutes Trauma erlebt hast (Unfall, Verletzung etc.) oder ein leichteres, andauerndes  – zum Beispiel durch wiederholte körperliche oder seelische Mißhandlung –  alles wirkt sich unmittelbar auf die Beweglichkeit des Psoas aus. Bei hohem, andauernden Stress kommt es zu einer chronischen Verspannung mit enormen Auswirkungen auf die Gesamtgesundheit.  Sich des Zustands des eigenen Psoas bewusst zu werden und ihn zu spueren kann Dich mit Deinen tiefsten Ängsten aber gleichzeitig auch mit deren Lösungsmöglichkeiten in Kontakt bringen. Dein Körper hat die Fähigkeit sich zu erinnern, unabhängig vom Bewusstsein!

 

Der Psoas wirkt nicht nur stabilisierend sondern macht es möglich, dass sich die untere Wirbelsäule und das Becken  drehen, rotieren oder krümmen kann, da er an allen Stellen, an denen er mit Gelenken verbunden ist, zusammenziehen und entspannen kann.

 

Ein zu kurzer Psoas hat zur Folge das die Beckenschale sich nach vorne neigt. - Das Beckenvolumen ist eingeschränkt, die wichtigen Organe und Eingeweide darin werden eingeengt und der dauernde Druck auf die Nervenstränge im Unterbauch beeinträchtigt die Zwerchfellatmung.

Der Oberkörper wird im Laufe der Zeit nach vorne und unten gezogen, was zur Folge hat, dass sich unter Umständen auch die wichtige, komplette Absenkung des Zwerchfells beim Atmen verhindert wird.

 

Egal ob Du unter Rückenschmerzen oder verkrampfter Ängstlichkeit, schmerzenden Knien oder Erschöpfung leidest – die Möglichkeit, dass ein  verkürzter Psoas hierzu beiträgt, ist releativ hoch.

 

Es lohnt sich also, sich mit diesem Muskel einmal genauer auseinander zu setzen! Wie es um Deinen Psoas- Muskel bestellt ist, kannst Du am leichtesten herausfinden, wenn Du den Baum praktizierst: Kannst Du das Hüftgelenk des angewinkelten Fußes flexibel nach außen drehen, scheinst Du Deinen Psoas ganz gut im Griff zu haben. Wenn Du allerdings Blockaden spürst, solltest Du zukünftig diesem Muskel mit mehr Achtsamkeit begegnen.

 

Den Psoas zu entspannen, bedeutet, sich selbst in der Welt neu zu erleben. Ein ausbalanciertes, stabiles Skelett, dessen Knochen wieder das Gewicht des Körpers tragen, empfinden alle Menschen auf der Körperebene als Vitalität, auf der emotionalen Ebene ist es ein Gefühl von "mit beiden Beinen auf dem Boden stehen" (Sicherheit). Dem Psoas wird wieder seine vorgesehene Rolle zugeordnet. Er darf  Halten ohne Tragen. Denn nicht die Muskeln sollen für die Stabilität des Körpers sorgen, sondern das dafür vorgesehene Skelett.

Aus diesem Gefühl von Stabilität und Sicherheit heraus, gelangst Du wieder zu mehr Gelassenheit und einen mühelosen Zugang zum "Bauch" (Intuition). Durch das balancierte Körpergefühl der Stärke und Vitalität wächst das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte und in Dich selbst.

 

In meinem Workshop "HÜFTÖFFNER - fühl Dich frei..." am 28. April 2018 von 10 - 14 Uhr, zeige ich Dir wie Du richtig und entspannt in die Hüftöffnung und den Psoas dehnst. Gebe Dir Tipps mit an die Hand wie Du Dich richtig ausrichtest und gebe Dir DEINE Hüftöffner-Psoas-Asana mit nach Hause, die Du täglich praktizieren kannst, um die Geschmeidigkeit Deines Hüftgelenks sowie die Entspannung des Psoas zu steigern und zu fördern, um Deine Rückenschmerzen zu lindern, eine bessere Verdauung zu erlangen, tiefer schlafen zu können und Weite und Klarheit im Kopf zu erhalten.

 

Anmelden kannst Du Dich unter: https://www.seelentraum-yoga.com/events/huftoffner-fuhl-dich-frei

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